Halloween, die Nacht der Hexen |
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Zum anfangen : was ist denn eine Hexe (heutzutage) ?
Vor 15 oder 20 Jahren konnten die Geschäfte zu dieser Jahreszeit nur Dekorationen für den Friedhof verkaufen. Einige Leute kauften das, um sie am 1. oder 2. November auf die Gräber der Verstorbenen zu tun. Das war total ungerecht, denn so verdienten nur die Blumenhändler etwas daran und erst noch nicht sehr viel. Die glänzende Idee kam von den USA ... wie für manches andere, aus dem man ein weltweites Bombengeschäft gemacht hat : denken wir an Coca Cola, McDonald, usw. Vor ungefähr 20 Jahren, haben die amerikanischen Marketing Spezialisten beschlossen, dass man Halloween unbedingt besser ausnützen sollte. Halloween ist aber AUF KEINEN FALL amerikanisch. Halloween gehört zur keltischen Urgeschichte von Europa und stammt insbesondere aus Irland. Und, übrigens, war es bei den Kelten nicht die Nacht der Hexen. Aus verschiedenen historischen und politischen Gründen, die ich hier nicht erörtern kann, denn es wäre zu lange, sind im 19. Jarhundert etliche Millionen von Irländer nach Amerika ausgewandert. Unter den Amerikanischen Irländer ist Halloween nie in Vergessenheit gefallen. Da es in den USA die besten Marketing-Genie gibt, verwundert man sich nicht, dass sie genau dort zuerst auf die Idee kamen Halloween ökonomisch zu rentabilisieren und daraus eine Konsumenten-Feier zu machen. Kalender und Bedeutung Halloween findet am 31. Oktober statt. Am anderen Tag, 1. November, ist Allerheiligen und der 2. November ist der Tag der Toten. Das Wort Halloween, stammt aus dem Alt-Englishen, und zwar "All-hallow-Eve" ù All = Alle ù Hallow = Heilige ù Eve = der Abend, die Nacht zuvor. Auf Keltisch, war der Namen dieser Feier Samhain,, und war überhaupt keine "Feier". Das Christentum musste die alten Glauben integrieren Ganz am Anfang war der Christliche Glaube die Angelegenheiten von einigen, die man heute Reformisten, Pazifisten und Anhänger der Gewaltlosigkeit nennen würden. Der grosse Aufschwung kam erst um 313 als der Römische Kaiser Konstantin sich zum Christlichen Glauben bekehrte und daraus die Staatsreligion des Römischen Reiches machte. Das Christentum breitete sich darum ziemlich schnell im ganzen Römischen Reich aus, weil die Oberklasse dem Kaiser und der Elite von Rom folgte. Um 325 rief Konstantin das erste Konzil der Römischen Religion in Nicea zusammen. Dort wurden die Grundlagen der Römisch Katolischen Kirche sowohl wie auch des zukünftigen Frankenreiches (Saint Empire Romain Germanique) niedergelegt. Man nutzte auch die Gelegenheit, um zu entscheiden, was in der Bibel behalten wurde und .... was rauszuschneiden war. Und so kam es, dass die Politiker und die Mächtigen der Christliche Glauben für ihre eigenen Zwecke einspannten. Aber ... die "kleinen Leute", und das war die Mehrheit, die hatten immer noch ihre alten Götter, Hexen, die Feen, die Sonne, der Mond, der Wind, usw. Der Römische Kaiser war nun ein Christ und so mussten es alle sein. Aber es war natürlich schon etwas schwierig die alten Glauben, denen man seit Jahrtausenden gefolgt war, so übernachts auszurotten. Eine der Marketing-Methoden, die angewendet wurde, war dass man die wichtigsten Christlichen Feiern zum gleichen Zeitpukt wie die "heidnischen" Feste machte. So zum Beispiel Weihnachten, die Geburt Christi, programmierte man am Datum der Bacchanalien, das grösste Fest der alten Römer. Ostern programmierte man zu der Zeit des Festes der Ostara, die Göttin der Fruchtbarkeit. Im 7. Jarhundert führte Papst Bonifacius IV die Feier Allerheiligen ein und programmierte sie zusammen mit Samhain ! das zum All-Hallow-Eve (= Halloween) umgetauft wurde.
Im Keltischen vorchristlichen Kalender war Samhain nicht eine Feier in unserem Sinn des Wortes. Es markierte der Anfang des Jahres. Sie glaubten, dass an dieser Nacht die Geister der Verstorbenen zurück auf die Erde kamen. Man machte überall Feuer um die Geister fernzuhalten und sie trugen furchtbare Masken um von diesen Geistern nicht erkannt zu werden. An dieser Nacht hielten die Druiden ebenfalls Feuer-Rituale. Sie dachten, dass diese Nacht sich am besten eignete um die Zukunft vorzusehen und in diesem Zusammenhang wurden Menschen (meistens gefangene Feinde) und Tiere den Göttern geopfert. Diese Opfer wurden in Eichenholz-Feuer verbrannt. Der Eichenbaum war bei den Kelten besonders verehrt. An besonderen Nächten sammelten die Druiden die Mistel, die auf den Eichenbäumen wuchs. *** Wir sehen, dass die Nacht von Halloween eng mit dem Thema des Feuers und der Geister verbunden war. Und wir sehen auch, dass die Katolische Kirche Allerheiligen und den Tag der Toten zusammen mit einer gleichgesinnten vorchristlichen Feier programmiert hatten. Der Kürbis wurde erst im letzten Jarhundert von den Irländern, die nach Amerika ausgewandert waren eingeführt. Halloween trifft in New England mit der Kürbisernte zusammen. Ein schön grossgewachsener Kürbis eignet sich sehr gut um eine grinsende Lanterne zu machen. Die Hexen kamen auch erst viel später dazu. Bei den alten Kelten und den Urvölkern gab es gute Feen, und schlechte Feen aber das Konzept der Hexe ist eine Erfindung der Katolischen Kirche. So lebte Samhain im Schatten des Christentums weiter und feiert heutzutage nach zweitausend Jahren ein grosses Come-back, damit die Geschäfte allerlei Kürbise, Hexenverkleidungen, Geister-Parties Dekorationen verkaufen können. Wir Schweizer können Halloween ruhig feiern, denn die Helveten waren ja auch Kelten (die Kelten waren überall in Europa vor der Ausdehnung des Römischen Reiches) ... und was für Kelten ! Am Neuenburgersee erreichten die Kelten einen ganz besonderen kulturellen Höhepunkt, den man die La Tène Periode nennt. In diesem Zusammenhang hat der Kanton Neuenburg einige Millionen von Ihrem Steuergeld dafür gebraucht, um das Latenium Museum in Hauterive zu bauen... besuchen Sie es doch, es ist sehr interessant und schliesslich, als Steuerzahler haben Sie ja tütchtig dafür mitbezahlt !
Ich wünsche Ihnen eine schöne Halloween Feier Latest update: jef 17.02.11
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